an googles street view scheiden sich ja bekanntlich die geister – besonders die deutschen. lange hat es damals gedauert, bis der dienst hierzulande freigeschaltet wurde. die wenigsten lassen sich gerne in den garten bzw. ins wohnzimmer schauen.
es ist noch nicht allzu lange her, dass die diskussion um street views “angriff” auf die privatsphäre in vollem gange war. was dabei etwas in den vergessenheit geraten ist, sind die positiven seiten von googles dienst: bequem von zuhase aus kann man unbekannte orte erforschen, fremde länder bereisen und – seit neustem – in dämmerige höhlen hinabsteigen.
in japan wurden die okubo-mabu mine und akiyoshi-do kalksteinhöhlen von googles fototeams besucht. das ergebnis kann sich sehen lassen. die wenigsten werden wohl die gelegenheit haben, diese geologischen schmankerl im realen leben zu sehen. der japanologe in mir ist begeistert.
es ist nicht googles erstes projekt dieser art und wohl auch nicht das letzte. nach der erdbeben- und tsunamikatastrophe in japan letzten jahres wurde unter dem titel “memories for the future“ eine website eingerichtet, in der man sich die satellitenbilder japans vor und nach der katastrophe anschauen kann. in zukunft ist außerdem ein projekt geplant, das die user in den brasilianischen urwald entführen soll…
kritik an googles dienst ist durchaus berechtigt. dennoch sollte man dem konzern auch respekt zollen: mit street view ist die welt ein stückweit greifbarer geworden. das ist gut. oder?







