mars-mission als größtes medienevent der geschichte
es klingt total verrückt: ein niederländisches start-up hat es sich zum ziel gesetzt bis zum jahr 2023 die ersten menschen auf den mars zu schicken. was sehr einfluss- und erfolgreiche sowie finanzstarke personen und länder nicht geschafft haben, will das start-up mars one jetzt innerhalb von nicht einmal 11 jahren schaffen. dazu soll die mars-mission als das größte medienevent aller zeiten vermarktet werden. eigenen angaben zufolge hat mars one bereits mit einigen privaten raumfahrtunternehmen gesprochen, die den entsprechenden „letter of interest“ unterzeichnet haben.
im kommenden jahr will das unternehmen bereits nach 40 astronauten für die mission suchen. bis zum start sollen diese in einem nachbau der geplanten marsstation trainiert werden – unter den augen der öffentlichkeit.
2016 soll dann eine unbemannte raumfähre auf den mars geschickt werden, um die ausrüstung für die erste marsstation auf den planeten zu bringen. 2023 ist es dann soweit und die ersten vier astronauten sollen auf den mars geschickt werden. alle zwei jahre sollen dann weitere austronauten hinauf geschickt werden – und nie wieder zurück kommen. denn die reise zum mars ist einseitig, von den astronauten soll niemand wieder auf die erde zurückkehren. die menschen sollen bis an ihr lebensende auf der basis-station bleiben – unter der ständigen beobachtung von kameras.
die kosten hat mars one auf sechs milliarden dollar angesetzt, was für so eine mission nahezu nichts ist. zum vergleich: für das unter george w. bush vorgestellte mondfahrtprogramm der usa wurden 104 milliarden dollar veranschlagt. doch die kosten sollen anders hereingeholt werden, nämlich mit sponsoren und der vermarktung der medienrechte.
ob es sich bei dieser mission um einen scherz handelt oder sie tatsächlich geplant ist, ist schwer zu sagen. zumindest bemüht sich das unternehmen sehr, alles seriös wirken zu lassen. sogar der physik-nobelpreisträger Gerard ‘T Hooft tritt in einem info-video als botschafter des projekts auf. und auch eine website wurde eigens für das projekt eingerichtet. aber spätestens in zehn jahren werden wir mehr wissen

